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Artikel der Kategorie ‘Wissenswertes’

Das Montessori Spielmaterial – spielend lernen

Juni 16, 2010 Von: admin Kategorie: Wissenswertes Noch keine Kommentare →

Nach der Auffassung von Maria Montessori lernt jedes Kind nach einem sogenannten inneren Bauplan. Basierend auf diesem entscheidet es, wann welche Inhalte und Gegebenheiten erlernt werden soll. Ein wichtiger Bestandteil des inneren Bauplans sind die sensiblen Phasen. In diesen lernt ein Kind besonders intensiv und sehr schnell. Die Montessori Pädagogik basiert auf dem Einsatz von speziellem Lernmaterial. Dieses wird bis heute als Montessori Spielmaterial bezeichnet. Dabei dient es weniger dem Spielen als vielmehr dem Lernen. Die einzelnen Materialien sind so aufgebaut, dass ein Kind die Möglichkeit hat, spielend neue Gegebenheiten und Inhalte zu erlernen. Dazu gehören Grundrechenarten und Sprachkenntnisse ebenso wie die Anwendung der eigenen Sinne. Das Montessori Spielmaterial ist so aufgebaut, dass es Kinder zum Einsatz der eigenen Sinne motiviert.

Dadurch wird es oft als Sinnesmaterial bezeichnet. Ein Kind arbeitet mit diesem durch den Einsatz der individuellen Sinne. Somit lernt es, die zur Verfügung stehenden Kenntnisse so einzusetzen, das sich entsprechende Erfolge einstellen. Heute steht das Montessori Spielmaterial in verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung. Nach den Grundlagen der Montessori Pädagogik ist es unerlässlich, dass ein Kind frei entscheiden darf, welche Lernmaterialien es nutzt. Zudem darf ein Kind eigenständig entscheiden, wie lang es sich mit den jeweiligen Materialien auseinandersetzen möchte.

Übungen des täglichen Lebens – eine Säule der Montessori Pädagogik

Juni 08, 2010 Von: admin Kategorie: Wissenswertes Noch keine Kommentare →

Die Montessori Pädagogik basiert auf mehreren Säulen, die durch die italienische Pädagogin so aufeinander abgestimmt wurden, dass sie sich optimal ergänzen. Eine dieser Säulen sind die Übungen des täglichen Lebens. Durch sie sollen die Entwicklung und die Selbstständigkeit eines Kindes geschult werden. Die Übungen des täglichen Lebens bedienen sich an einem elementaren Grundbedürfnis des Menschen. Jeder Mensch hat das Bedürfnis irgendwo zu wohnen, möglichst an einem Ort, der Sicherheit und Struktur verspricht. Auch ein Kind trägt dieses Gefühl in sich. Es möchte in einer Atmosphäre leben, in der es sich wohlfühlt und die seinen Ansprüchen gerecht wird. Aus diesem Grund haben Kinder das natürliche Bedürfnis ihren Eltern bei der Hausarbeit zu helfen.

Jedes Kind möchte Teil des Erwachsenenlebens sein. Somit ahmen sie die Erwachsenen nach, die sich in ihrer direkten Umgebung befinden. Während in der Vergangenheit die Teilnahme am täglichen Leben als Selbstverständlichkeit angesehen wurde, geriet es durch die zunehmende Technisierung in Vergessenheit. An diesem Punkt knüpfen die Übungen des täglichen Lebens nach Maria Montessori an. Durch diese lernen Kinder alltägliche Handgriffe und Arbeiten nicht nur kennen, sondern sie verstehen sie anzuwenden und zu beherrschen. Ziel ist es durch diese Übungen vertraute Abläufe des Zuhauses des Kindes aufzugreifen.

Maria Montessori

Juni 06, 2008 Von: admin Kategorie: Wissenswertes Noch keine Kommentare →

Maria Montessori wird am 31. August 1870 in Chiaravalle bei Ancona geboren.

Nachdem sie sich anfangs sehr für Naturwissenschaften interessierte und eine technische Oberschule besuchte, entwickelte sich gegen Ende der Schulzeit der Wunsch Medizin zu studieren. Dies scheint zu der damaligen Zeit mehr als ungewöhnlich, da das Medizinstudium in Italien bis dahin nur Männern zugänglich war.

Mit 26 Jahren schließt sie ihre Ausbildung zur Ärztin ab und arbeitet als Assistenzärztin an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Rom.

1907 wird ihr erstes Kinderhaus „Casa dei Bambini“ eröffnet.

Mit knapp 40 Jahren hat Maria Montessori den Grundstein für eine neue Erziehungslehre gelegt, ist in Italien eine Person der Öffentlichkeit und beginnt auch im Ausland bekannt zu werden.
Sie setzt sich mit viel Kraft für ihre Ideen ein. Sie schreibt Bücher, gibt Interviews, hält Vorträge und schafft die Bedingungen dafür, dass sich ihre Einrichtungen ausbreiten können.
In vielen Ländern entstehen sogar nationale Montessori-Gesellschaften mit dem Ziel, die Montessori-Pädagogik noch weiter zu verbreiten.

Am 6. Mai stirbt sie in Norwijk aan Zee im Alter von 82 Jahren.

Einen guten Einblick in die von Maria Montessori entwickelten Materialien bietet das Montessori-Praxisbuch.