Übungen des täglichen Lebens – eine Säule der Montessori Pädagogik
Die Montessori Pädagogik basiert auf mehreren Säulen, die durch die italienische Pädagogin so aufeinander abgestimmt wurden, dass sie sich optimal ergänzen. Eine dieser Säulen sind die Übungen des täglichen Lebens. Durch sie sollen die Entwicklung und die Selbstständigkeit eines Kindes geschult werden. Die Übungen des täglichen Lebens bedienen sich an einem elementaren Grundbedürfnis des Menschen. Jeder Mensch hat das Bedürfnis irgendwo zu wohnen, möglichst an einem Ort, der Sicherheit und Struktur verspricht. Auch ein Kind trägt dieses Gefühl in sich. Es möchte in einer Atmosphäre leben, in der es sich wohlfühlt und die seinen Ansprüchen gerecht wird. Aus diesem Grund haben Kinder das natürliche Bedürfnis ihren Eltern bei der Hausarbeit zu helfen.
Jedes Kind möchte Teil des Erwachsenenlebens sein. Somit ahmen sie die Erwachsenen nach, die sich in ihrer direkten Umgebung befinden. Während in der Vergangenheit die Teilnahme am täglichen Leben als Selbstverständlichkeit angesehen wurde, geriet es durch die zunehmende Technisierung in Vergessenheit. An diesem Punkt knüpfen die Übungen des täglichen Lebens nach Maria Montessori an. Durch diese lernen Kinder alltägliche Handgriffe und Arbeiten nicht nur kennen, sondern sie verstehen sie anzuwenden und zu beherrschen. Ziel ist es durch diese Übungen vertraute Abläufe des Zuhauses des Kindes aufzugreifen.
